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08.10.2017 Nadja Schnierer: Enduro-Premiere im Bergischen Land

Das letzte Rennen der Serie "Enduro One" in Wipperfürth/NRW am 07./08.10.2017 sollte das erste Endurorennen überhaupt für VLG-Athletin Nadja Schnierer sein.

Enduro ist eine Sparte im Mountainbikesport, bei der es darum geht, technisch anspruchsvolle Bergabpassagen zu meistern. Von der Schwierigkeit her reihen sich Endurorennen zwischen Mountainbikemarathons und Downhillrennen ein. Gewertet wird ausschließlich die Zeit, die man für die Abfahrten im Gelände benötigt. Das Rennen in Wipperfürth hatte eine Länge von insgesamt 30 km und ca. 700 hm.

Für das Rennwochenende hatte sich die VLG-Radsportlerin Sonnenschein, zweistellige Temperaturen und einen griffigen Waldboden gewünscht. Die Realität sah aber anders aus: Die Regenfälle der letzten Tage hatten den Boden stark aufgeweicht sodass schlechte Streckenbedingungen den Fahrern zu schaffen machten. Nadja stürzte im Training zweimal, aber war dennoch hoch motiviert beim Hauptrennen am nächsten Tag zu starten.

Nach dem Training fand am Samstagnachmittag die Qualifikation für die Startaufstellung statt. Zwischenzeitlich hatte ein Dauerregen eingesetzt, der sich bis sonntagvormittags fortsetzen sollte. Bei Temperaturen von nur 8 Grad und schlechter Sicht durch den Regen rutschten die Fahrer den Hang herunter und versuchten, sich ihren Weg durch den Matsch zu bahnen.

Nachdem man über Nacht die Sportkleidung gewaschen und halbwegs getrocknet hatte (die Schuhe wurden trocken geföhnt), ging es am nächsten Vormittag nass weiter, da der Regen weiter anhielt. Die insgesamt über 300 Starter wurden in kleinen Gruppen losgeschickt, damit es sich an den Abfahrten nicht staute. Nadja startete um 11 Uhr und hatte einige Mühe, sich den Weg durch den knöchelhohen Schlamm zu graben. Wassermengen von 30 Litern pro Quadratmeter hatten den Streckenzustand noch weiter verschlechtert und wer am Tag zuvor dachte, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, der wurde eines Besseren belehrt. Teilweise versanken die Fahrer bis zu den Bremsscheiben tief im Schlamm. Schon im Training und bei der Qualifikation hatte man sich daran gewöhnen müssen, keinerlei Kontrolle mehr über das eigene Rad zu haben. Doch beim Hauptrennen waren die Streckenbedingungen so schlecht, dass man teilweise nicht einmal mehr lenken konnte. Bei der letzten Stage mussten die Fahrer sogar in einem Bach, der sich aufgrund des starken Regens gebildet hatte, den Hang hinunterrutschen um unten in einer wadenhohen Schlammpfütze stecken zu bleiben. Nach einer Fahrtzeit von insgesamt drei Stunden fuhr die VLG-Athletin über die Ziellinie und war froh, das Rennen unverletzt überstanden zu haben. Mit ihrer Zielzeit von 00:34:09.40 landete sie auf Platz 18 der Frauenklasse.



Foto (von Marco Reichwein): Nadja wartet bis sie bei der Abfahrt an der Reihe ist.

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