VLG Eisenbach

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09.12.2017 Sibirisch für Anfänger oder: der 7G-Marathon …

Die Wetterprognose war - zumindest aus Läufersicht - nicht die allerbeste, aber das es dann so „sibirisch“ wurde, damit hatte wohl niemand wirklich gerechnet.

Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, spiegelglatte Laufpassagen und stürmische Windbrisen, die streckenweise mit starkem Schneefall einhergingen, kurz: ein Wetter, bei dem man es sich eigentlich vor dem knisternden Kaminfeuer mit einer Tasse heißer Schokolade gemütlich machen sollte …

Doch davon ließen sich rund 800 Läuferinnen und Läufer nicht abschrecken und so trotzten 400 „Alpinisten“ im Halbmarathon und ebenso viele im Marathon den Wetterkapriolen und den bis zu 650 Höhenmetern auf der Königsdistanz des Siebengebirges. Unter ihnen befanden sich mit Elli Grund, Gerd Krug und Gordon Wittayer auch drei Eisenbacher VLG-Athleten im Starterfeld über 42,195 km.

Bereits der Fußweg zur Startaufstellung erwies sich als anspruchsvoll und wurde von einigen Stürzen begleitet. Trotzdem konnte pünktlich um 10:00 Uhr der Startschuss durch den Bürgermeister von Bad Honnef erfolgen. Elli Grund blieb während der ersten Kilometer bei ihren Vereinskameraden, ließ sich dann aber nicht mehr halten und zog das Tempo an. Gerd und Gordon ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und trabten weiter Seite an Seite durch den Schnee. Gordon hatte natürlich wieder seine bewährten Laufsocken an, die später von einer schwäbischen Mitläuferin liebevoll als „wegweisende Leuchttürmle im Schneesturm“ bezeichnet wurden. Schnell wurde klar, dass die Zeiten bzw. das Ergebnis am heutigen Tag keine Rolle spielten, sondern es vielmehr zu einer Charakterprüfung wurde, das Ziel zu erreichen. Auch ein Sturz von Gerd in einer abschüssigen Passage konnte den - nennen wir es mal - Spaß nicht bremsen.

Während Elli nach 4:28:30 Stunden als 6. der WHK das Ziel erreichte, kamen Gerd und Gordon nach 5:15:05 Stunden etwas unterkühlt, aber glücklich in Aegidienberg an.

Die Organisation durch die erfahrene Mannschaft von Tri-Power Rhein-Sieg, die den 7G-Marathon bereits zum 18. Mal ausrichtete, war wie üblich vom Allerfeinsten. Angefangen von zahllosen motivierten Helfern an und um die Laufstrecke, die ebenfalls der Witterung zum Trotz beste Stimmung verbreiteten, Verpflegung mit „Frozen Bananas“, Spekulatius und Bratwurst mit Kölsch, bis hin zum liebevollen Zieleinlauf à la Frankfurt in das Aegidienberger Bürgerhaus und einer anschließenden heißen Brühe und Studentenfutter – es waren die kleinen Feinheiten, die am Ende für alle erlittenen Qualen entschädigten.

Hierfür noch einmal einen riesigen Dank und bestimmt bis zum nächsten Jahr, denn soooooo schlimm war es ja eigentlich gar nicht!




Eisenbacher Winterläufer
(Foto: Joe Kelbel / marathon4you)



Das VLG-Team im Winteroutfit
(Foto: Elli Grund)

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