VLG Eisenbach

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10.07.2020 Heimische Läufer beim Ultra-Trail über 123 KM erfolgreich

Bereits drei Mal hatte das VLG „ Urgestein „ Frank Kremer den 66 Kilometer Schindertrail in Holzhausen an der Haide erfolgreich beendet.

In diesem Jahr fiel die offizielle Veranstaltung über 123 Kilometer mit insgesamt 3.650 Höhenmetern der Covid 19 – Pandemie zum Opfer. Trotzdem fanden sich einige wenige Trail- Läufer zusammen, um die Strecke privat und ohne Organisation zu absolvieren. Zusammen mit seinem Lauffreund Meinhard Rompel vom TuS Lindenholzhausen startete Frank am Freitagnachmittag um 18.00 Uhr in Lorch am Rhein. Zunächst ging es über den Wispertalsteig zur 44 Kilometer entfernten Wisperquelle. Ab hier, nahe der Ortschaft Mappershain wurde es bei einbrechender Dunkelheit dann abenteuerlich. Mit Stirnlampe und Outdoor-Navigation galt es den richtigen Weg durch unwegsames Gelände, über Waldwege mit umgestürzten Bäumen und teilweise dichtem Gestrüpp zu finden. Die Szenerie erinnerte schon mehrmals an einen „ Indiana Jones-Film „. Nachdem man sich in der Nacht mehr wie einmal verlaufen hatte, kamen noch einmal einige Hundert Meter hinzu. In der Nacht wurde der spätere Zielort Holzhausen passiert und hier ging es auf die bereits bekannte 66 Kilometer Route des Schinder-Trail. Nach der sternenklaren Nacht sahen die Ausdauerspezialisten das Morgengrauen im Jammertal und die Stirnlampen konnten wieder im Rucksack verstaut werden. Vom Aussichtspunkt „ Jakobsruh „ oberhalb von Obernhof war der Blick auf Kloster Arnstein, über dem der Frühnebel aufstieg, zu bewundern. Bis hierher waren bereits 84 Kilometer geschafft. Immer wieder hatte der Organisator bei der Streckenführung „ giftige Anstiege „ eingebaut, die aber mit herrlichen Ausblicken und anschließend phantastischen Downhills belohnt wurden. So auch in Nassau, vom Fernsehturm abwärts zur Kettenbrücke an der Lahn und wieder hoch zur Burg. Der letzte Teil der Strecke führte durch das wildromantische Mühlental über Marienfels und Mielen, dem Geburtsort des berühmt-berüchtigten Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt „ Schinderhannes „. Bekanntlich hat dieser ja auch in unseren Breiten sein Unwesen getrieben und wurde seinerzeit nahe Eisenbach bei Wolfenhausen verhaftet.

Der kontinuierliche Anstieg auf der letzten Etappe zum Ziel in Holzhausen erforderte von allen Beteiligten absolute Willenskraft. Die Getränkeversorgung musste selbst organisiert werden. Trinkflaschen wurden an Quellen, Friedhöfen oder in Häusern entlang der Strecke aufgefüllt.

Nach 18:51 Stunden erreichten Meinhard und Frank erschöpft, aber glücklich das Ziel in Holzhausen, ebenso wie 17- von 34 gestarteten Ultraläufern. Die Zeit und die Plätze 10 und 11 waren nebensächlich. Wichtig war für beide, die große Herausforderung geschafft zu haben.

Meinhard Rompel und Bernd Falkenbach



Freitag 18 Uhr - km 0 - Start in Lorch am Rhein


23 Uhr 57 - km 42 - Wisperquelle



03 Uhr 45 - km 66 - Römerkastell-Holzhausen


06 Uhr 41 - km 84 - Blick vom Aussichtpunkt Jakobsruh auf Kloster Arnstein



08 Uhr 41 - km 97 - Kettenbrücke Nassau



11 Uhr 18 - km 113 - Marienfels - Sauerbrunnen



13 Uhr 50 - km 122 - kurz vor dem Ziel in Holzhausen


13 Uhr 51 - km 123 - im Ziel

Das Foto ( privat) zeigt Frank Kremer, Lüder Schulz-Nigmann und Meinhard Rompel

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